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Face to Face mit Facebook Ads

Wir schreiben das Jahr 06. September 2007. Das war im Nachhinein betrachtet ein durchaus wichtiger Tag für mich. Denn an diesem Datum bin ich dem Netzwerk Facebook beigetreten. Zu dem Zeitpunkt war ich noch auf diversen anderen Plattformen unterwegs, die es mittlerweile nicht mehr gibt oder die mehr oder wenig im virtuellen Wachkoma ihr Dasein fristen: lokalisten.de, wer-kennt-wen, studivz usw.

Damals war das Freundesnetzwerk Facebook noch ein Ort, an dem die Freundeskonversation noch tatsächlich im Fokus stand. Auch entsprach der Begriff “Freund” noch der allgemein üblichen Definition. Es wurde über sinnvolle und weniger sinnvolle Alltäglichkeiten diskutiert, Neuigkeiten ausgetauscht und diverse Informationen geteilt. Die Kommunikation bestand also zumeist aus der tatsächlichen Freundeskonversation, ohne jegliche “Einflussfaktoren” durch das  Netzwerk oder dritte Parteien.  Mit dem zunehmenden Erfolg der Community unter den Freunden und damit das steigende Markeninteresse an dieser Plattform war schnell klar, dass die Professionalisierung und Monetarisierung des Netzwerks nicht lange auf sich warten lassen würde.  Immer mehr User und Unternehmen gleichermaßen wollte mit dabei sein und dazu gehören. (Ich bitte zu beachten, dass das folgende Bild Facebook im Jahr 2005 darstellt – nicht 2007!).

Facebook im Jahr 2005, aus dem Buch “Face to Face – Handbuch Facebook Marketing”

Heute: knapp sieben Jahre und zwei Facebook Bücher später ist das Erscheinungsbild des Netzwerks kaum noch mit der Community von früher zu vergleichen. Der blaue Lebensraum wird durch die drei wesentlichen Bestandteile geprägt: 

Freundesmeldungen: die über Statusupdates in Facebook direkt oder über externe Verlinkungen (twitter, flickr, instagram, foursquare, youtube, etc.) eingespielt werden

Unternehmensmeldung: die bspw. direkt über Facebook Seiten oder andere Open Graph Anwendung von aussen in der Community (Newsticker/Newsfeed) angezeigt werden

Anzeigen: die  entweder als klassische Banner eingeblendet werden oder über eine  Kombination mit den Unternehmensmeldungen agieren (hervorgehobene Beiträge) und so einen höhere Relevanz für den User darstellen sollen

Alle diese Quellen haben das Ziel möglichst oft und prominenten im Sichtfeld des Users aufzutreten. Dabei ist es im ersten Schritt egal, ob der Ursprung der Meldung ein Status-Update eines Freundes darstellt, ein klassisches Posting propagiert wird oder eine (komplexe) Kampagne gestreut werden soll – alle wollen sie in den Newsfeed des Empfängers! Das Ausmaß sieht derzeit  in etwa so aus:

Alleine in Facebook erfassen wir durchschnittlich 285 Inhalte (pro Tag!) – das Netzwerk selbst spricht von weiteren 1.500 angezeigten Inhalten, die wir weder registrieren, geschweige den lesen. ….

Facebook Erscheinungsbild am 08. Januar 2014

Um in diesem Strom an Informationen noch bewusst wahrgenommen zu werden, rücken unterstützende Maßnahmen immer stärker in den Vordergrund. Ein nicht mehr wegzudenkendes Instrument ist hier sicherlich die Verwendung des Facebook Ad Managers.  Was darunter zu verstehen ist, wird in diesem folgenden Video aus der Face to Face-Youtubereihe kurz angerissen…

Weitere und detaillierte Informationen zu dem Thema Facebook Werbung sind nachzulesen im Buch Face to Face – Handbuch Facebook Marketing, in Kapitel 9 “Einsatz von Facebook Ads”.

Und was wird mit den direkten Freundeskonversationen von früher ? Meiner Ansicht nach wandelt sich das einstige Freundes-Netzwerk mehr und mehr zu einem Nachrichten-Netzwerk, das auch von den Freunden genutzt wird. Die Kommunikation untereinander erfolgt jedoch immer weniger direkt “Face to Face”  sondern über einen dazwischen geschobenen Mittler (Posting, App, ect.). Das Thema dieser Mittler ist der Treiber der Kommunikation und nicht (mehr) das klassische Status Update.

Beispiel? Beispiel: ein User verzichtet darauf über seinen letzten erfolgreichen Lauf direkt via Status Meldung zu berichten, sondern nutzt eine Applikation (runtastic), die diese Leistung viel eindrucksvoller präsentiert. Die daraufhin folgende Konversation mit den Freunden erfolgt über das App-Posting im Facebook Newsfeed, was wiederum eine empfehlende Werbung für den App-Anbieter darstellt.

Die Art der Konversation in Facebook verändert sich.

Mehr Thema “Facebook-Kampagnen – ganzheitliche Nutzung von Facebook-Diensten” kannst Du auch in meinem Face to Face nachlesen. Viel Spaß.

Über Feedback zu dem Video und/oder zum Buch Face to Face – Handbuch Facebook Marketing generell freue ich mich auf facebook.com/buch.facetoface und auf Amazon oder wo auch immer …